Inhalt 11 | 2017


Editorial

  • Klimaschutz mit Binnenschiffen

Nachrichten

Schifffahrt

  • ZKR führt elektronische Meldepflicht für Tankschiffe ein
  • Gute Wachstumsperspektive im Rheinkorridor bis 2030
  • Ein Ball für die Schifffahrt
  • Elbe-Allianz fordert Aktionen
  • Gefahrgut: Experten wollen mehr Sicherheit
  • Schweizer übernehmen Premicon-Flotte

Schiffstechnik

    • Tankschifffahrt: Neues Doppelpack für Reederei Dettmer
    • Neubau »Aschendorfq lässt keine Wünsche offen
    • Koppelwinde für weniger Kraftaufwand
    • Propeller & Ruder: Für den optimalen Kurs
    • Elektronische Hilfe gegen Kollisionen
    • »RiverGuide« als App für Smartphone & Co.
    • Somtrans-Neubauten erhalten Flex-Tunnel
    • Mit Bier unterwegs im »grünen Korridor«
    • INOSYS: Von der Einzel- zur Branchenlösung
    • Co2-freie Autofähre von Formstaal
    • Fährschifffahrt: Am Bodensee wird Gas gegeben

      Logistik

      • Mannheim: Gleis und Wasser im Fokus von Kübler
      • KV-Terminal in Kreuztal in Wartestellung

      Shortsea · Seehäfen

      • Hamburg will Gebühren anheben
      • Dordrecht erhält Multifuel-Bunkerstation
      • Antwerpen sagt Plastikmüll den Kampf an
      • Gdansk will Binnenschifffahrt fördern

      Wasserstraßen · Häfen

      • Tschechien – wichtiger Markt für Hamburg
      • Dorfprozelten: MSG eröffnet neue Anlegestelle
      • Bröring expandiert im Hafen Spelle-Venhaus
      • Rhein bei Basel wird vertieft
      • Weniger Güter auf Oder und Elbe

      HTG-Info und Kalender

        Recht

        • Haftung für ein Kasko nach CMNI: 666,67 RE!

        Rubriken

        • Jobbörse
        • Buyer's Guide
        • Inserentenverzeichnis
        • BDS
        • Impressum / TV-Programm

          Editorial

           

          Ausgabe 11|2017

          von Krischan Förster (Chefredakteur)

          Klimaschutz mit Binnenschiffen
          Rund 25.000 Teilnehmer zählte die UN-Klimakonferenz von Bonn. Es ging im Tagungszentrum und in der großen Zeltstadt in der Rheinaue ums große Ganze, um die drohende Klimaerwärmung, um nicht weniger als die Zukunft dieses Planeten. Wieder einmal wurde deutlich, wie schwierig es ist, unter allen beteiligten Nationen einen Konsens herbeizuführen. Selbst Deutschland hat dabei längst nicht jene Vorreiterrolle übernommen, die einem der reichsten Industrieländer eigentlich zugedacht war. Die vor Jahren verordneten Klimaschutzziele werden verfehlt, zu lau sind bislang trotz aller Bekenntnisse die ergriffenen Maßnahmen.

          Der Klimaschutz ist zweifelsfrei ein globales Problem für die Menschheit geworden. Will man die befürchteten dramatischen Auswirkungen begrenzen, muss der CO2-Ausstoß weltweit begrenzt werden. Das betrifft in erster Linie die großen Emittenten aus der Industrie und Staaten wie die USA oder auch China, die sich nicht an die vereinbarten Ziele gebunden fühlen. Andererseits beginnt mehr Klimaschutz aber auch konkret und ganz lokal. Zum Beispiel am Rhein.

          Eine Studie hat jüngst erneut belegt, dass der Güterverkehr per Binnenschiff im Rheinkorridor bis zum Jahr 2030 deutlich um 22% wachsen dürfte. Über alle Verkehrsträger hinweg nimmt die transportierte Gütermenge allerdings um 68% zu, vor allem auf der Straße. Ein weiterer Beleg dafür, dass umgesteuert werden muss – dringend. Die zunehmenden Wetterkapriolen wie zuletzt der Sturm »Herwart« mit all seinen Auswirkungen sollten Warnung genug sein.

          Wenn auch der Güterverkehr einen Beitrag leisten soll, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren, ist eine konsequente Nutzung der Wasserstraßen ein Gebot der Stunde. Denn die Binnenschifffahrt verfügt als einziges Transportmittel über erhebliche Kapazitätsreserven, und sie ist – bezogen auf den Ausstoß von Treibhausgasen und den Energieverbrauch je Tonnenkilometer – deutlich umweltfreundlicher als der Lkw.

          Kohle, Diesel oder erneuerbare Energien mögen die großen Themen auf der Agenda der weltweiten Staatengemeinschaft sein. Ein vernünftiger Ausbau der deutschen Wasserstraßen und eine intelligente Vernetzung der Transportketten bleibt dagegen eine nationale Aufgabe in Deutschland. Sinnvolle und zügige Investitions- und Förderprogramme, beschleunigte Planungen und mehr Personal in den Behörden nutzen nicht nur der Umwelt, sondern am Ende durch weniger Staus auch der gesamten Volkswirtschaft. Klimaschutz beginnt eben ganz konkret vor Ort.

          Viel Spaß beim weiteren Lesen wünscht

          Krischan Förster