Inhalt 06 | 2017


Editorial

  • Ringen um den Nachwuchs

Nachrichten

 

Schifffahrt

    • Allianz Esa feiert 20-jähriges Bestehen
    • ZKR-Marktbericht: Die Flotte schrumpft
    • Ostfriesische Volksbank stärkt Position
    • Berufsgenossenschaft: Prävention und Beratung
    • Stahlbranche muss langfristig denken

    Schiffstechnik

    • Hafen Rotterdam: Streckenplanung geht online
    • Spectec steigt in die Binnenschifffahrt ein
    • Elektro- und Hybridantriebe: Mit dem Strom
    • MV Werften legen Flusskreuzer auf Kiel
    • Hadag tauft neues Flaggschiff
    • 199. Kiellegung bei SET in Tangermünde
    • Orderfox.com: CNC-Aufträge online finden
    • Schottel führt neuen Ruder EcoPeller ein
    • Prozessoptimierung durch Videoüberwachung
    • Traditionsschifffahrt: Rüm hart – klar Kimming

    Logistik

    • Castoren nehmen den Wasserweg
    • Brunnhuber liefert größte Verladebrücke
    • Am Zehnhof-Söns zieht positives Fazit

    Seehäfen · Shortsea

    • Westhäfen bauen Vorsprung aus
    • Binnentanker versorgt Schiffe in Mukran

      Wasserstraßen · Häfen

      • CDNI: Manchmal sieht die Praxis anders aus
      • Leserbrief: Das Straßburger Abfallübereinkommen – nicht für alle in Deutschland gültig?
      • Partnerschaft für die neue »Seidenstraße«
      • Duisburger Mercatorinsel wird Zentrum der Logistik
      • Oder soll zeitgemäß ausgebaut werden
      • Häfen an Elbe und Saale trotzen dem Niedrigwasser
      • Landwehrkanalufer werden ertüchtigt
      • 700 Jahre Schifferdorf Caputh/Havel

      HTG-Info und Kalender

      • Wechsel im Fachausschuss für Korrosionsfragen der HTG
      • HTG-Fachausschüsse und Arbeitskreise – Jahresbericht 2016, Teil 2

      Recht

      • Kostenerstattung nach Verklarungsverfahren

      Rubriken

      • Buyer's Guide
      • Büchermarkt
      • Inserentenverzeichnis
      • BDS
      • Impressum / TV-Programm

        Allianz Esa feiert 20-jähriges Bestehen

        Foto: Allianz Esa

        Die Allianz Esa blickt in diesen Tagen auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. Der Spezialversicherer der Allianz ist mit einem Prämienvolumen von rund 150 Mio. € unter den Top Fünf der Branche, im reinen Firmenkundengeschäft sogar die Nummer 1

        Die heutige Allianz Esa war 1997 als Esa EuroShip Assekuradeurgesellschaft mbH von Walter Szabados gegründet wurde. Der geschäftliche Schwerpunkt des damaligen Allianz-Generalvertreters lag in der gewerblichen Binnenschifffahrt. Um auch in Benelux, dem bedeutendsten europäischen Schifffahrtsmarkt, tätig werden zu können und den Kunden zusätzliche Dienstleistungen und Nutzen zur Verfügung zu stellen, entstand mit Zustimmung der Allianz die »Esa EuroShip Assekuradeur GmbH«. Bereits im Gründungsjahr betrug das verwaltete Prämienvolumen 1,1 Mio. €.

        Nachdem bis zum Jahr 2001 die Geschäftstätigkeit der Esa auf Wassersportversicherungen erweitert wurde und das Prämienvolumen mittlerweile auf 10,5Mio. € gestiegen war, beteiligte sich die Allianz als Gesellschafter und übertrug zwei Jahre später die Produktgebereigenschaft und das komplette Management ihres Wassersportgeschäfts auf die Esa. Im Jahr 2005 folgte das Binnenschifffahrtsgeschäft. weiterlesen

        Hadag tauft neues Flaggschiff

        Foto: Thomas Wägener

        Das Hamburger Traditionsunternehmen Hadag hat in der Hansestadt seinen jüngsten Neubau auf den Namen »Elbphilharmonie« getauft. Mit Platz für 400 Personen ist das bei Pella Sietas gebaute Fahrgastschiff das größte der Flotte

        Von Thomas Wägener

        Taufpatin war die 17 Jahre alte Klarinettistin Laura Jaeger, die bereits während des Eröffnungskonzerts im großen Saal der Elbphilharmonie aufgetreten ist. »Ich wünsche dir, deiner Besatzung und deinen Passagieren viele schöne Fahrten im Hamburger Hafen und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel«, sagte Laura, bevor sie die Flasche Champagner am Rumpf der »Elbphilharmonie« zerschellen ließ.

        Die 29,50m lange, 8,40m breite und für einen maximalen Tiefgang von 1,75m ausgelegte »Elbphilharmonie« ist der Prototyp der neuen Serie »Typ 2020«. Gebaut wurde er auf der Pella Sietas Werft in Neuenfelde bei Hamburg. Für das Schiffbauunternehmen ist es die erste Neubauablieferung nach der Umfirmierung, entsprechend sei man sehr stolz darauf, so Werfchefin Natallia Dean. weiterlesen

        Mercatorinsel wird Zentrum der Logistik

        Quelle: duisport

        Mit dem symbolischen Spatenstich ist jetzt eine der letzen freien Flächen im Duisburger Hafen vergeben: Der Logistikdienstleister DB Schenker plant hier gemeinsam mit dem duisport den Neubau eines großen Logistikzentrums

        Von Martin Heying

        Bauherrin wird die Duisburger Hafen AG sein, DB Schenker wird die dort entstehenden Flächen und Gebäude mieten. Das Unternehmen ist unter anderem System- und Kontraktlogistiker für Mercedes Benz. Auf der Mercatorinsel sollen künftig Teile und Fahrzeugkomponenten für das weltweite Produktionsnetzwerk des Geschäftsfeldes Mercedes-Benz Vans konsolidiert, verpackt und verschifft werden.
        Die Gesamtfläche von 100.000 m2 wird aber nicht sofort belegt. Zunächst entsteht im ersten Bauabschnitt auf 50.000 m2 eine 12 m hohe Logistikhalle mit einer Grundfläche von 25.000 m2, inklusive einem integrierten Bürogebäude auf 1.500 m2.

        Schon in Kürze werde man einen Wald von Stützen auf der Insel sehen, im Oktober werde es nach Planung einen ersten Probelauf geben und schon zum Jahresende wolle man unter Volllast fahren. Geplant ist im zweiten Bauabschnitt, auf dem Rest der Fläche, eine weitere Halle mit vergleichbaren Ausmaßen. Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe zum Containerterminal DeCeTe und hat somit eine optimale Anbindung an die Seehäfen. weiterlesen

        Editorial

         

        Ausgabe 06|2017

        von Krischan Förster (Chefredakteur)

        Ringen um den Nachwuchs

        Die Nachwuchsprobleme sind allerorten bekannt. Die Binnenschifffahrt kämpft seit Jahren (unverdrossen) gegen die Markt- und Ratenschwäche, die Investitionen erschwert und die Flotte europaweit immer weiter veralten lässt. Wenn die altgedienten Schiffsführer und Partikuliere in den Ruhestand wechseln, findet sich gerade für die kleineren Schiffe mit ihrem Mangel an Komfort oft nur unter Schwierigkeiten ein Nachfolger.

        Umso wichtiger ist die Suche nach Auszubildenden, die Werbung um sie, eine ausreichende Förderung dieses Berufsstandes. Das Gewerbe müht sich nach Kräften, ob auf dem Schulschiff »Rhein« oder mit dem Projekt Quinwalo der Schifferbörse. Es lockt auch ein vergleichsweiser hoher »Lehrlingslohn«. Und dennoch mangelt es immer wieder an geeigneten Kandidaten – an Bord und an Land.

        Die Binnenschifffahrt darf bei dieser Herausforderung nicht allein gelassen werden. Investitionen in Immobilien und Technik, wie die millionenschwere Förderung des Bundes in die Modernisierung des Schulschiffs, sind schön und dankenswert, aber längst nicht ausreichend.

        Die auf Drängen der Niederländer von der EU geplante Aufweichung der Ausbildungsanforderungen soll den Zugang erleichtern und die Attraktivität für den Beruf erhöhen. Aber ähnlich wie bei der Umstellung des deutschen Studiensystems vom klassischen Diplom-Abschluss auf das anglo-amerikanische Bachelor-/Master-System sind dabei Vorsicht und Augenmaß geboten.

        Nicht jede Neuerung ist wirklich ein Fortschritt. Wie so oft ist ein größerer Wurf nötig. Die Branche tut gut daran, die Ausbildungsstandards hoch zu halten und Mindestanforderungen nicht aufzugeben. Und hat dabei jede Form der Unterstützung nicht nur nötig, sondern auch verdient.

        Warum, so fragt man sich, wird die logistische Leistungsfähigkeit der Binnenschifffahrt bei der Ausbildung der Speditionskaufleute nur unzureichend vermittelt? Warum ist es so schwierig, Wasserbau-Ingenieure für die Wasserstraßenverwaltung zu finden? Landes- und Bundespolitiker sind, auch dies eine immer wiederkehrende Forderung, mehr denn je gefragt.

        Dazu gehört auch, man mag es kaum noch hören oder fordern, die konsequente politische Förderung einer Güterverlagerung von der Straße aufs Wasser oder eben auf die Schiene. Denn ohne die gebührende Aufmerksamkeit für das System Wasserstraße wird es kaum gelingen, junge Leute in den Beruf zu locken. 

        Viel Spaß beim weiteren Lesen wünscht

        Krischan Förster