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22.02.2016

Neues Festmacherboot in Hamburg

Der Hamburger Hafen hat in der »Lütt Deern« seit Mitte Februar ein Festmacherboot der neuesten Generation. Das Fahrzeug wurde auf der Behrens Werft in Finkenwerder konstruiert und gehört zur Flotte der H.S.H. Schleppgesellschaft.


Foto: Thomas Wägener

Als Taufpatin des ersten Hamburger »Fastmoker-Neubaus« seit rund 30 Jahren fungierte Katrin di Racca, Geschäftsführerin der H.S.H. Festmachergesellschaft. Anschließend wurde das 9 m lange und 3,90 m breite Fahrzeug auf der Slip zu Wasser gelassen.

»Wir brauchen in Zukunft Boote, die aufgrund der höheren Fließgeschwindigkeit der Elbe und auch bei Sturm und Eisgang sicher zu manövrieren sind. Deshalb haben wir in modernste Technik investiert«, so Benito di Racca, Geschäftsführer der H.S.H. Schleppgesellschaft und Ehemann der Namensgeberin. Für ihn stand von vorn herein fest: »Wenn wir uns für einen Neubau entscheiden, dann soll er in jedem Fall aus Hamburg kommen.

Die Inspiration für die »Lütt Deern« holte sich Benito di Racca von der niederländischen Damen Werft. Dieses sei aber optimiert worden, betont er. Die 170 kW starke Maschine von Iveco ist mit einem Rußfilter ausgestattet und verfügt zudem über ein geschlossenes Kühlwassersystem. Dadurch soll verhindert werden, dass Öl oder Verbrennungsrückstände ins Elbwasser gelangen.

Umweltschutz ist für di Racca, dessen Firma Mitglied in der Umweltpartnerschaft Hamburg ist, ein wichtiges Thema. Auch beim Anstrich geht er deswegen neue Wege. Er hat sich für ein Pilotprojekt entschieden, denn das Unterwasserschiff der »Lütt Deern« ist mit einer strapazierfähigen Anti-Fouling-Folie überzogen worden. Anders als herkömmliche Anstriche würden so keine Giftstoffe ausgeschwemmt, sagt di Racca. Diese aus Silikon bestehende Spezialfolie hat das auf Korrosionsschutz im Schiffbau spezialisierte Hamburger Unternehmen Orca Maritime zusammen mit Renolit Contact Maritime entwickelt. An den Seiten des Schiffes wurde eine geflockte Folie angebracht, die ebenfalls von Orca Maritime stammt.

Di Racca schließt nicht aus, einen weiteren Neubau in Auftrag zu geben. »Wenn, dann soll er wieder von der Behrens Werft kommen«, stellt er klar.